Anno 1630
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1
Sonata seconda
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2
Canzona detta la Bernardinia
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3
Toccata settima
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4
Haec dies quam fecit Dominus
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5
Toccata seconda & Ligature
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6
Exculta, filia sion
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7
Sonata prima
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8
Aria detto balletto
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9
Sonata seconda
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10
Toccata per l'elevazione
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11
Toccata prima
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12
Cento partite sopra passacaglia 1
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13
O quam pulchra es
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14
Cento pratite sopra passacagli 2
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Product Information
Alle Musikstücke dieser Aufnahme wurden um das Jahr 1630 komponiert oder herausgegeben. Dies ist ein bedeutsamer Zeitpunkt – die Renaissance war endgültig vorüber, das Barockzeitalter unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Musik aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts ist kaum kategorisierbar. Die meisten Regeln, von denen die Musik in den vorigen Jahrhunderten bestimmt worden war, waren über Bord geworfen oder ab ca. 1600 doch wenigstens ernsthaft in Frage gestellt worden. Eine Vielzahl neuer Wege stand nun offen und ein Zeitalter des Experimentierens begann. Jeder Komponist fühlte sich frei, seine eigenen Wege zu finden, alte Regeln neu zu formen.
Neuerungen fanden in allen musikalischen Bereichen statt, drei davon stellt diese CD vor: das Violinrepertoire, den Improvisationsstil auf der Orgel und die seconda prattica, diese neue Art der Beziehung zwischen Wort und Musik, aus der schließlich die Oper und andere vokale Genres entstanden. Biagio Marini, Giovanni Battista Fontana, Carlo Farina, Dario Castello oder Giovanni Paolo Cima sind nur einige der komponierenden Violinisten, die für die herausragende Stellung der Violine vor allen anderen Streichinstumenten während der Entwicklung des neuen Stils verantwortlich waren.
Die Orgel dagegen besaß eine lange Geschichte, aber sowohl das Instrument selbst als auch das Repertoire erlebten in dieser Periode einen Umbruch. Der führende Komponist der Zeit, der Ferrareser Girolamo Frescobaldi, war ein kompromissloser Experimentierer. Seine verschiedenen Sammlungen von Orgelstücken waren bereits zu seinen Lebzeiten Verkaufserfolge.
Frescobaldis Orgelkompositionen sind eine Welt für sich, voller Kontraste, reich an Überraschungsmomenten, Kompositionen, in denen alles möglich ist, was harmonische Widersprüche, rhythmische Muster oder melodische Erfindung angeht.
Diese CD hält noch eine andere Überraschung für uns bereit. Enrico Onofri, der herausragende italienische Violinist, gibt hier sein Aufnahmedebüt als Sänger. Es ist heute sehr ungewöhnlich, einen Violinisten singen beziehungsweise einen Sänger die Violine spielen zu hören. Aber diese Vielseitigkeit war in früheren Zeiten nicht im geringsten ungebräuchlich.
Onofri ist ein ungewöhnlicher Sänger mit einer dunkel timbrierten Tenorstimme und seine Art, die reich verzierte Musik von Turini oder Monteverdi zu singen, lässt seinen Hintergrund als Instrumentalist erkennen. Denn auch dies ist ein Merkmal der frühen Barockmusik – die menschliche Stimme imitiert die Instrumente und die Instrumente nehmen sich die menschliche Stimme zum Vorbild. Enrico Onfofri verkörpert hier sein musikalisches Ideal: Stimme und Instrument unauflösbar miteinander verbunden.
Press comments
R. Emans in FonoForum 10 / 03: "Lorenzo Ghielmi und Margret
Köll steuern sowohl als temperamentvolle Solisten als
auch als eher zurückgenommene Begleiter das ihre bei,
um das Jahr 1630 recht lebendig wieder erstehen zu
lassen."
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