Andrew Lawrence-King - Choreographie
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1
Prélude C-Dur
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L'Europe galante (Ballett-Oper) (Auszug)
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2
Entrée espagnole
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Xerxes (Auszug)
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3
Entrée: Air pour les Paysans et Paysanes
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Hésionne (Auszug)
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4
Le Louvre
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5
La Mariée de Rollant
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Le Bourgeois gentilhomme (Comédie-Ballett) (Auszug)
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6
Sarabande pour une femme
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Xerxes (Oper) (Auszug)
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7
Bourée pour les Basques
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8
Chaconne du vieux Gautier
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Xerxes (Auszug) / Armide (Oper in 1 Prolog und 5 Akten) (Auszug)
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9
La contredance
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Le triomphe de l'amour (Oper) (Auszug)
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10
Entrée d'Apollon
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Suite la Bourgogne
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11
Courante - Bourée - Sarabande - Passepied
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Roland (Oper in 1 Prolog und 5 Akten) (Auszug)
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12
Gigues: Gigue à deux - Gigue pour homme
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Alceste (Auszug)
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13
Ouvertüre: Le retour des plaisirs
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Harmonie universelle (Auszug)
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14
Courante: Le bocanes
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Une nopce de village (Auszug)
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15
Sarabande
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Neue lustige Volten (Auszug)
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16
La vignonne
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Pieces de Symphonie (Auszug) / Ballet des Saisons (Auszug)
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17
Pavane des saisons
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18
Gaillarde
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Armide (Oper in 1 Prolog und 5 Akten) (Auszug)
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19
Passacaille d'Armide
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20
Prélude d-moll
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L'Europe galante (Ballett-Oper) (Auszug)
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21
Entrée espagnole
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Les Folies d'Espagne
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22
Improvisation nach Jean-Henri d'Anglebert, Marin Marais, Francesco Corbetta
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Amadis de Gaule (Oper in 5 Akten) (Auszug)
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23
Chaconne d'Amadis
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Product Information
„Nach dem Abendessen tanzte man…“
Dieser Tagebucheintrag der Madame de Sévigné zeigt die enorme Rolle des Tanzes am Hof des Sonnenkönigs, die auch der Film „Der König tanzt“ einem heutigen Publikum in prächtigen Bildern vor Augen führte. Die genaue Rekonstruierung der historischen Tänze für den Film ermöglichte ein Buch, aus dem Andrew Lawrence-King auf der vorliegenden CD musiziert: Raoul-Auger Feuillets 1700 veröffentlichte Chorégraphie.
Die Leidenschaft Ludwigs XIV. für Ballett und Tanz bestimmte dreimal in der Woche die Abendunterhaltung: Um sechs Uhr begab sich die höfische Gesellschaft in die Gemächer des Königs, wo in einem der Räume Violinen zum Tanz aufspielten, wie Liselotte von der Pfalz, Ludwigs Schwägerin, berichtet. Über das Tanzvergnügen des Königs hinaus spielte das Ballett eine wichtige politische Rolle am Versailler Hof. Jean-Baptiste Lully schuf mit seinen großen Opern und Balletten den Rahmen für die Selbstdarstellung des Sonnenkönigs als Zentrum der französischen Gesellschaft. In den Balletten trat Ludwig XIV. selbst des öfteren auf in der Rolle Apollos oder der Sonne als Fixgestirn, um das alle anderen Planeten ihre Kreise ziehen.
Von der Choreographie dieser Ballette sind wir ungewöhnlich gut unterrichtet, existieren doch über Beschreibungen dieser Ereignisse hinaus genaue choreographische Aufzeichnungen: Für sein 1700 veröffentlichtes Buch Chorégraphie entwickelte Raoul-Auger Feuillet eine eigene „Notation“, in der die Bewegungen des Tanzes genauer als durch jede Beschreibung mit Worten festgelegt werden konnte. Die Tanzwege der einzelnen Tänzer werden in raumgreifenden Linien angezeigt durch schwungvolle geometrische Figuren, die auf die „Présence“, d. h. das Publikum in der Oper oder den König und seine adlige Begleitung, ausgerichtet sind. Entlang dieser Linien ist in „Buchstaben“ die Bewegung der Füße notiert, das musikalische Zeitmaß wird durch Taktstriche angegeben, die mit der darüber notierten Melodie übereinstimmen. Zeichen für die konventionellen Schritte wie beispielsweise pas de bourrée oder contretemps de gavotte und eigene Symbole für einfache und kombinierte Sprünge, die pas battus (das Zusammenschlagen der Beine in der Luft) oder die Umsetzung musikalischer Verzierungen in eine ausschmückende Geste sowie alle anderen Bewegungen des damaligen Ballettanzes machen Feuillets Buch für die Nachwelt zu einer einzigartigen Quelle über die Regeln des Barocktanzes. So können heutige Künstler diese Ballette rekonstruieren und dem Publikum vor Augen führen, was Soame Jenyns damals mit einem Zweizeiler ausdrückte: „Kunst und Musik müssen sich so vereinen / dass Noten wie ein Widerhall der Füße scheinen“.
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