Alban Berg (1885-1935): 39 Jugendlieder
Product Information
Die Eintrittskarte in Schönbergs Kompositionsklasse
1900, mit nur 15 Jahren, begann Berg auf Anregung eines Freundes, Lieder zu komponieren. 1903 kamen etwa 30 weitere autodidaktisch komponierte Klavierlieder hinzu, die ihm den Zugang in Schönbergs Kompositionsklasse verschafften. Schönberg selbst urteilte über diese Jugendwerke: „Schon aus Bergs frühesten Kompositionen, so ungeschickt sie auch gewesen sein mögen, konnte man zweierlei entnehmen: erstens, daß Musik ihm eine Sprache war und daß er sich in dieser Sprache tatsächlich ausdrückte; und zweitens: überströmende Wärme des Fühlens.“
Der Schwerpunkt bei der Auswahl der zu vertonenden Gedichte liegt bei nach 1840 geborenen Dichtern, und es lässt sich eine deutliche Affinität zu inhaltlichen und ästhetischen Strömungen des Fin de Siècle ausmachen: Bloßlegung menschlicher Innenwelten, gesellschaftliche Provokation, Natur und Mythos. Eine Vielzahl der Texte konzentriert sich auf die Wiederentdeckung romantischen Ideenguts im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Wahl der einzelnen Texte folgt weitgehend spontanen Gemütszuständen und spiegelt zugleich Bergs persönliche Befindlichkeit, die oft von dem Gefühl der Sehnsucht, Einsamkeit und Traurigkeit geprägt ist.
Die musikalische Orientierung an der romantischen Liedtradition seit Schubert charakterisiert Bergs gesamtes Jugendliedschaffen, dennoch läßt sich die Fähigkeit einer individuellen Textgestaltung ausmachen. Das klavierbegleitete Sololied wird für Berg ob seines sensiblen Spannungsverhältnises zwischen Wort und Musik gewissermaßen zur schöpferischen Domäne, auf der sich seine stilistische Entwicklung vollzieht, textdramaturgische Strukturen werden musikalisch sinnfällig gemacht.
EUR 19.99*
deliverable within a week
(if available from supplier)
Free shipping
within Germany