Wole Soyinka: Ibadan
- Wole Soyinka
- Ibadan
- Buch
- Streunerjahre 1946 - 1965. Erinnerungen
Detailinformationen
- Fischer S. Verlag GmbH, 02/1998
- Einband: Gebunden
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783100731371
- Bestell-Nr.: 7592696
- Umfang: 500 Seiten
- Gewicht: 660 g
- Maße: 206 x 137 mm
- Stärke: 46 mm
- Erscheinungstermin: 15.2.1998
Beschreibung
"Stellen Sie sich vor, V. S. Naipaul wäre ein glücklicher Mensch, V. S. Pritchett hätte seine Eltern geliebt, und Vladimir Nabokov wäre in einer kleinen nigerianischen Stadt aufgewachsen und hätte sich für die Politik entschieden. Wole Soyinka gehört in ihre Gesellschaft, eine Bande von Kindern, die in einem wunderbaren Garten mit fast zu vielen Kulturen groß geworden sind." The New York TimesIbadan, eine kleine Stadt im Westen Nigerias, ist Mittelpunkt dieser eindringlichen Expedition Wole Soyinkas in die Jahre, wo Nigeria unabhängig wurde und sogleich Korruption, Machthunger und Grausamkeit um sich griffen. Die Ermordung Ken Saro Wiwas ist der vorläufig letzte Akt dieser fortdauernden Tragödie.
Doch Ibadan steht auch für die Streunerjahre Soyinkas, der sein Alter ego Maren noch einmal die bizarren Erlebnisse seiner Jugend durchleben läßt: die Schule in Ibadan, das Studium in Leeds, als Dramaturg in London, um beinahe als Sänger in einem Pariser Cafe zu landen. Als Dozent kehrt Maren zurück, und wieder ist es in Ibadan, wo Wole Soinka 1965 eine Radiostation mit vorgehaltener Pistole zwingt, ein Tonband mit den tatsächlichen Wahlergebnissen auszustrahlen. Die Spottlust ist Maren ein polemischer Blitzableiter, durch den er Mut und Hoffnung nicht verliert. Es entsteht das Porträt eines jungen Menschen auf seinem abenteuerlichen Weg zum politisch engagierten Künstler, der sich unbeirrt, unabhängig und unerschrocken in die Geschicke seines Landes einmischt, um bei seiner Sache zu bleiben: der Würde, der Literatur.
Biografie
Wole Soyinka wurde am 13. Juli 1934 in Abeokuta (Westnigeria) geboren. Er studierte Literatur in Ibadan und in Leeds, anschließend Dramaturgie am Royal Court Theatre in London. 1967 wurde er wegen seines Engagements im Biafra-Krieg verhaftet und 28 Monate lang in Isolationshaft gehalten. 1986 bekam Wole Soyinka als erster Afrikaner den Nobelpreis für Literatur und 2006 den Weilheimer Literaturpreis. 2008 wurde er mit dem "Markgräfin-Wilhelmine-Preis" der Stadt Bayreuth ausgezeichnet.Anmerkungen:
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