• Vera Bollmann
  • Schwestern
  • Buch
  • Interaktion und Ambivalenz in lebenslangen Beziehungen

Detailinformationen

  • VS Verlag für Sozialw., 11/2011
  • Einband: Kartoniert / Broschiert
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783531185675
  • Bestell-Nr.: 9812661
  • Umfang: 267 Seiten
  • Sonstiges: 2 Schwarz-Weiß- Abbildungen
  • Gewicht: 356 g
  • Maße: 210 x 148 mm
  • Stärke: 17 mm
  • Erscheinungstermin: 15.11.2011

Beschreibung

Schwestern im familialen Kontext kennzeichnet häufig eine lebenslange Bindung, welche in der Kindheit sozialisiert wurde und durch verbindende Kindheitserinnerungen sowie gemeinsam erlebte Lebensphasen oft bis ins hohe Alter überdauert. Doch wie werden lebenslange Bindungen hergestellt und wie sehen voneinander entfremdete Schwestern, die keinen oder wenig Kontakt miteinander haben (wollen), ihre Beziehung zueinander? Anhand von acht narrativen Interviews mit Frauen im höheren Lebensalter wurde dieser Frage auf den Grund gegangen, wobei die Schwesternbiographien ein facettenreiches Bild von innig bis ambivalent aufzeigten.

Inhaltsangabe

Einleitung - Zum Forschungsstand: Familie und Geschwister - Theoretische Überlegungen - Methodische Überlegungen - Schwesterninteraktionen im Lebensverlauf - Kontrastiver Fallvergleich - Schluss

Rezension

"Mit ihren Ergebnissen erweitert die Autorin die bislang eng gefasste soziologische Forschungsperspektive, die zumeist nur gesellschaftliche und elterliche Sozialisationsaspekte hinsichtlich Geschwisterbeziehungen betrachtete, um die Erkenntnis, dass es eigene dynamische schwesterliche Aushandlungsprozesse gibt, in denen soziale Kategorien wirksam bearbeitet werden." (H SOZ U KULT (hsozkult. geschichte. hu-berlin. de), 28.02.2012)

Klappentext

Schwestern sind häufig durch eine lebenslange soziale Beziehung undgemeinsam erlebte Lebensphasen, z. B. in der Herkunftsfamilie, gekennzeichnet. Dadurch teilen sie in der Regel eine Vielzahl prägender undidentitätsstiftender Erinnerungen sowie Erfahrungen, die an weiblicheGeschlechterrollen geknüpft sind. Gleichwohl stellen Schwesternbeziehungeninnerhalb familiensoziologischer Forschungen einen weitgehendvernachlässigten Themenbereich dar. Vera Bollmann hat sich aus soziologischerPerspektive den Besonderheiten dieses weiblichen Beziehungsmustersanhand von acht narrativen Interviews mit Frauen im höherenLebensalter genähert. Die Biographien zeigen dabei in der retrospektivenBetrachtung facettenreiche Motive und Möglichkeiten der Schwesternbeziehungim Lebensverlauf auf. Die biographische Studie liefert Einblicke, wie lebenslange Beziehungen hergestellt und aufrecht erhaltenwerden. Darüber hinaus können Schwesternbeziehungen auch ambivalenteGefühle durchziehen, da eine vollständige Aufkündbarkeit derBeziehung potenziell problematisch erscheint.

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