Thomas Berger: Der Humanitätsgedanke in der Literatur der deutschen Spätaufklärung
- Thomas Berger
- Der Humanitätsgedanke in der Literatur der deutschen Spätaufklärung
- Buch
Detailinformationen
- Universitätsverlag Winter, 11/2008
- Einband: Gebunden
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783825354183
- Bestell-Nr.: 7891584
- Umfang: 436 Seiten
- Gewicht: 890 g
- Maße: 254 x 175 mm
- Stärke: 33 mm
- Erscheinungstermin: 15.11.2008
Beschreibung
Der Humanitätsbegriff erlangte Ende des 18. Jahrhunderts nicht erst mit Herders umfänglichen Begriffsbestimmungen in den Humanitätsbriefen eine gewisse Popularität. So wurden auch zahlreiche literarische Werke von Beginn an unter dem Aspekt der Humanität rezipiert, allen voran Lessings 'Nathan' und Goethes 'Iphigenie'. In neueren Zeiten wurde das diesen Dramen zugrunde liegende Menschenbild zumeist als schönfärberisch kritisiert. Dies geschah in der Literaturwissenschaft vor allem unter dem Vorzeichen einer Kritik der deutschen Klassik. Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den Zusammenhang von Literatur und Humanität ausgehend von Lessings Spätwerk bis hin zu Goethes 'Wilhelm Meister'-Romanen auf der Grundlage der modernen Aufklärungsforschung erneut zu hinterfragen. Im Gegensatz zum Vorwurf idealistischer Weltferne wird gerade die realistische Lebensnähe dieser Literatur und damit des Humanitätsgedankens herausgearbeitet.Klappentext
Der Humanitätsbegriff entwickelte sich Ende des 18. Jahrhunderts nicht erst mit Herders umfangreichen Begriffsbestimmungen in den Humanitätsbriefen zum Schlagwort. So wurden zahlreiche literarische Werke schon frühzeitig unter dem Aspekt der Humanität rezipiert, allen voran Goethes "verteufelt humanes" Schauspiel 'Iphigenie auf Tauris'. Das diesem Drama zugrunde liegende Menschenbild wird heutzutage jedoch meist als schönfärberisch verworfen: In der neueren Literaturwissenschaft diente die Auseinandersetzung mit dem Humanitätsideal vor allem einer kritischen Hinterfragung der Weimarer Klassik. Die vorliegende Arbeit unterzieht den Zusammenhang von Literatur und Humanität auf Grundlage der modernen Aufklärungsforschung einer Neubewertung. Ausgehend von Lessings Spätwerk bis hin zu Goethes 'Wilhelm Meister'-Romanen wird in textnahen, exemplarischen Interpretationen im Gegensatz zum Vorwurf idealistischer Weltferne gerade die realistische Lebensnähe dieser Literatur und damit des Humanitätsgedankens herausgearbeitet.Biografie
Thomas Berger wurde 1924 in Ohio, USA, geboren. Seine Westernparodie 'Little Big Man' wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.Anmerkungen:
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