Schwarze Pädagogik
Beschreibung
Die hier gesammelten Leidensgeschichten berichten über die Erziehungsdiktatur von Eltern, Lehrern, Heimerziehungs- und Gefängnispersonal. Die authentischen Berichte der Autorinnen und Autoren über ihre Lebenszeit, als sie noch nicht in der Lage waren, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, sind bisweilen tieftraurig und im Rückblick auf diesen Lebensabschnitt immer wieder ein bedrückendes Erstaunen, dass das alles überhaupt so möglich war. Das trostlose Erziehungsversagen gegenüber den Schutzbefohlenen wirft auch die Frage auf: Weshalb handelten die Erziehungsbrechtigten so und nicht anders? Allerdings - trotz oder vielleicht wegen der Handgreiflichkeiten der Erwachsenen - gelang es dem patzigen und fantasievollen Kinderprotest, gegen die Attacken manch kuriose Situation zu schaffen. Es finden keine tiefenpsychologischen Grabungen statt, was zu Tage gefördert wird, sind sehr persönliche Beschreibungen aus einer lang zurückliegenden Kindheit und Jugendzeit. Trotz aller Tristesse in manchem Lebenslauf gibt es auch ein winziges frohgemutes Erstaunen darüber, dass dennoch fast alles gut wurde: Die Blessuren, die davongetragen wurden, sind verheilt - und wenn nicht, dann hilft nur noch Verdrängen. Eine beigefügte Bildgalerie präsentiert Geschnitztes, Gemaltes, Gezeichnetes und Fotografiertes zu dem Thema Schwarze Pädagogik.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt: Hans Peter Gansner: Das stupide Ritual / Harald Klander: Paß doch auf.../ Bommi Baumann: Bodo Saggel Der Rebell / Bernd Kramer: Ich klage an.../ Ursula Marx: Mein Vater / Clement de Wroblewsky: Agrophon das ungeschriebene Wort / Gerhard Senft: wenn man glaubt, den Frechen zu bessern, sobald man aus ihm einen Furchtsamen macht. Anmerkungen zum Thema
Klappentext
Die hier gesammelten Lebensgeschichten berichten über die Erziehungsdiktatur von Eltern, Großeltern, Lehrern und Heimerziehungs- und Gefängnispersonal. / Die authentischen Beschreibungen der Autorinnen und Autoren über die Lebenszeit, in der sie noch nicht in der Lage waren, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, sind bisweilen tieftraurig und evozieren im Rückblick auf diesen Lebensabschnitt immer wieder ein bedrückendes Erstaunen darüber, dass das alles überhaupt möglich war. / Das trostlose Versagen in der Erziehung gegenüber den Schutzbefohlenen wirft auch die Frage auf: Weshalb handelten die Erziehungsberechtigten so und nicht anders? Antworten liefert diese Anthologie nur individuell, der Streifzug durch Jahrzehnte deutsche Lebenswirklichkeiten und Erziehungsmodelle ist bitter und milieuübergreifend. / Allerdings - trotz oder vielleicht wegen der Handgreiflichkeiten der Erwachsenen - gelang es dem patzigen und fantasievollen Kinderprotest gegen die Attacken, manch kuriose Situationen zu schaffen. / Es finden keine tiefenpsychologischen Grabungen statt, was zu Tage gefördert wird, sind sehr persönliche Beschreibungen aus einer lang zurückliegenden Kindheit und Jugendzeit. / Trotz aller Tristesse in manchem Lebenslauf gibt es auch ein winziges frohgemutes Erstaunen darüber, dass dennoch fast alles gut wurde: Die Blessuren, die davongetragen wurden, sind verheilt - und wenn nicht, dann hilft nur noch der Griff in den Fragmentbaukasten Erinnerung als Antiserum zur Bannung der Dämonen. Wann hört Kindheit auf? Wie ein roter Faden zieht sich die Selbstbehauptung und Neufindung der Autorinnen und Autoren durch dieses Werk: Trau keiner Autorität, glaub niemandem, hinterfrag alles, erfind dich neu. Abseits der scheinbar vorherbestimmten Wege. Ein Moment der Freiheit, mehr kann man wohl nicht erwarten. / Eine Bildgalerie präsentiert Geschnitztes, Gemaltes und Gezeichnetes zum Thema Pechschwarze Pädagogik.
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