Richard David Precht: Liebe, Fester Einband
Liebe
- Ein unordentliches Gefühl
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- Verlag:
- Goldmann, 03/2009
- Einband:
- Fester Einband
- ISBN-13:
- 9783442311842
- Umfang:
- 397 Seiten
- Altersempfehlung:
- Einsteiger/Laien
- Copyright-Jahr:
- 2009
- Gewicht:
- 640 g
- Maße:
- 221 x 148 mm
- Stärke:
- 38 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.3.2009
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Preis |
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Beschreibung
Unzählige Ratgeber sind über die Liebe geschrieben worden, in allen Facetten wurde das unordentliche Gefühl, das wir Liebe nennen, beleuchtet. Wir haben erfahren, wie wir unsere Liebe jung halten, wie wir feurige Liebhaber werden und warum Männer nicht zuhören können. Hat es uns weitergeholfen? Nicht wirklich, denn in der Tat ist es nicht damit getan, das richtige Buch zu lesen, und alles wird gut. Warum dies so ist, erklärt Richard David Precht in seinem neuen Buch auf ebenso fundierte wie anschauliche Weise: Wie bereits in "Wer bin ich" unternimmt er eine abenteuerliche Reise in die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft und lotst den Leser dabei heiter und augenzwinkernd durch den Parcours der Liebe - an deren Unordentlichkeit wir uns am Ende wohl gewöhnen müssen!
Heiter und augenzwinkernd führt Precht den Leser durch den Parcours der Liebe.
Klappentext
Das unverzichtbare Buch für alle, die Ratgebern misstrauen, aber trotzdem endlich wissen wollen, was es mit der Liebe auf sich hat! Unzählige Ratgeber sind über die Liebe geschrieben worden, in allen Facetten wurde das unordentliche Gefühl, das wir Liebe nennen, beleuchtet. Wir haben erfahren, wie wir unsere Liebe jung halten, wie wir feurige Liebhaber werden und warum Männer nicht zuhören können. Hat es uns weitergeholfen? Nicht wirklich, denn in der Tat ist es nicht damit getan, das richtige Buch zu lesen, und alles wird gut. Warum dies so ist, erklärt Richard David Precht in seinem neuen Buch auf ebenso fundierte wie anschauliche Weise: Wie bereits in "Wer bin ich" unternimmt er eine abenteuerliche Reise in die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft und lotst den Leser dabei heiter und augenzwinkernd durch den Parcours der Liebe - an deren Unordentlichkeit wir uns am Ende wohl gewöhnen müssen! Heiter und augenzwinkernd führt Precht den Leser durch den Parcours der Liebe.Auszüge aus dem Buch
Dies ist ein Buch ber Frauen und M er. Und ber etwas sehr sch nes Seltsames, das zwischen ihnen passieren kann - die Liebe. Die Liebe ist das beliebteste Thema des Menschen. Romane ohne Liebe sind selten, Filme ohne Liebe noch seltener. Auch wenn wir nicht immer ber die Liebe reden, so ist sie uns gleichwohl immer wichtig. M glicherweise war das nicht immer so in der Geschichte der Menschheit. Aber heute, so scheint es, ist dies der Stand der Dinge. Kein Deo wandert ohne Liebesversprechen ber den Ladentisch, und keinem Popsong f t noch ein anderes wichtiges Thema ein.
Das Thema Liebe ist gewaltig. Es umfasst nahezu alles. Von Warum gibt es berhaupt Mann und Frau? bis Was muss ich tun, um meine Ehe zu retten? . Und es ist uferlos. Man kann Frauen mit schiefergrauen Augen lieben und Vollmondn te in der Taiga. Man kann seine Gewohnheiten lieben und M er, die Zahnpastatuben ordentlich ausdr cken. Man kann Siamkatzen lieben und blutige Steaks, den K lner Karneval und buddhistische Klosterstille, Bescheidenheit, einen Sportwagen und seinen Herrgott. Man kann all dies getrennt lieben. Man kann es parallel lieben. Und manches sogar gleichzeitig.
Von all diesem vielen Lieben und Liebenswerten geht es in diesem Buch nur um das eine: um die geschlechtliche Liebe zu einem Liebespartner. Ein Buch ber die Liebe kann man nicht schreiben, und dies ist kein Buch ber alles. Das Thema Frau und Mann (auch Frau und Frau und Mann und Mann) ist schwierig genug. Denn die geschlechtliche Liebe ist hoch verd tig; als ein Sujet n ich, an dem sich zwar die besten Dichter, aber nur selten die kl gsten Philosophen versucht haben.
So wichtig sie uns ist, in der abendl ischen Philosophie gilt die geschlechtliche Liebe seit Platon als U-Musik. Solange Philosophen den Menschen ber seine Vernunft definierten, war die Liebe kaum mehr als ein Unfall, eine Verwirrung der Gef hle mit bedauerlichen Folgen f r den umnebelten Verstand. Gef hle als Herren oder Herrinnen unserer Seele waren lange disqualifiziert. Denn was man nicht als vern nftig ausweisen konnte, dar ber wollte man lieber schweigen. Die bekannten Ausnahmen in der Geschichte der Philosophie best gen diese Regel. Friedrich Schlegel, Arthur Schopenhauer, S ren Kierkegaard, Friedrich Nietzsche, Jean-Paul Sartre, Roland Barthes, Michel Foucault oder Niklas Luhmann m gen noch so viel Bedenkenswertes ber die Liebe gesagt haben - mit einer Vorlesungsreihe ber die Liebe macht sich ein Philosoph in der akademischen Welt bis heute verd tig, und der Spott seiner Kollegen ist ihm sicher. Die Philosophie ist ein sehr konservatives Fach, und die Vorbehalte sitzen tief. Wahrscheinlich gibt es bis heute weit mehr intelligente philosophische B cher ber formale Logik oder ber das Kategorienproblem bei Kant als ber die Liebe.
Im Gegenzug allerdings wird niemand allen Ernstes auf die Idee kommen wollen, die Probleme der formalen Logik wichtiger f r das Menschsein zu finden als die Liebe. Doch mit den Skalpellen der Philosophie, so scheint es, l t sie sich schwer sezieren. Die Liebe ist die unbegreiflichste, weil grundloseste, selbstverst lichste Wirklichkeit des absoluten Bewusstseins , meinte Karl Jaspers. Sie ist schl pfrig und schwer zu fassen. Aber haben es die Psychologen leichter? Oder gar, wie es neuerdings scheinen will, die Chemiker und Biologen? Wissen sie, wo sie herkommt, die Liebe, und warum sie so oft dahingeht? Und was macht sie mit uns in der Zwischenzeit?
Die Liebe ist das vielleicht wichtigste Thema an der Schnittstelle von Natur- und Geisteswissenschaft. Sie erschlie sich weder durch Logik noch durch eine philosophische Letztbegr ndung . Aber sollte man deshalb den Statistikern das Feld berlassen, den Meinungsumfragen, den Psycho-Experimenten, den Blutanalysen und Hormontests?
Vielleicht ist die Liebe auch daf r zu kostbar. Zu wichtig und kompliziert auch f r die schlauen Ratgeber zum Liebes- und Beziehungsmanagement. Ihre Zahl ist nahezu unbegrenzt, ihr
Biografie
Prof. Dr. Richard David Precht, Philosoph, Publizist und Autor, wurde 1964 in Solingen geboren. Er promovierte 1994 an der Universität Köln und arbeitete seitdem für nahezu alle großen deutschen Zeitungen und Sendeanstalten. Für seine journalistische Arbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen.Precht war Fellow bei der "Chicago Tribune". Im Jahr 2000 wurde er mit dem Publizistikpreis für Biomedizin ausgezeichnet. Richard David Precht lebt in Köln und Luxemburg.Anmerkungen:
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