• Orangen für den Bischof
  • Buch
  • Potsdamer Pomologische Geschichten
  • Herausgeber: Marina Heilmeyer

Detailinformationen

  • Vacat Verlag , 04/2010
  • Einband: Gebunden
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783930752492
  • Bestell-Nr.: 8005015
  • Umfang: 101 Seiten
  • Sonstiges: m. zahlr. meist farb. Abb.
  • Gewicht: 246 g
  • Maße: 194 x 148 mm
  • Stärke: 15 mm
  • Erscheinungstermin: 15.4.2010

Kurzbeschreibung

Es scheint, als hätte der Himmel feines Gold vergossen und die Erde daraus Kugeln geformt, so beschreibt ein arabischer Poet die leuchtenden Früchte und Glückseligkeit sei, wo man Orangen pflückt.

Inhaltsangabe

Einleitung Von Apfelsine bis Zitrone Der Mythos von den goldenen Früchten Orangenbäume - der Stolz der Könige und ihrer Gärtner Pomeranzen und Apfelsinen in der Apotheke Bittere Orangen für den Bischof Küchengeschichten Rezepte Frikassee vom Kapaun mit Champignons und Pomeranzen Austern in Pomeranzen-Sud pochiert mit Apfelsinen-Zabaione Portugiesische Orangen-Torte Orangenmousse mit Orangensalat Feiner Bischof Bittere Orangen Marmelade Orangen-Walnuss-Torte Creme aus Pomeranzen und Passionsfrucht Blut Orangen und Orangenblüten- Gelee Huhn mit Chicoree und Orangen Orangerien- Häuser für den Winter Orangenbäume in den königlichen Gärten Potsdams Anhang

Auszüge aus dem Buch

"Es ist ein ganz besonderer Zauber, der über den Orangenbäumen liegt und bis heute weltweit Generationen von Künstlern, Gartenarchitekten und Pflanzenliebhabern in seinen Bann zieht. Betörend der Duft der Blüten und faszinierend das glänzende, immergrüne Laub der Bäume. Mythen, Sagen und Paradiesvorstellungen verbinden sich mit diesen Bäumen, seit die Menschen vor Jahrtausenden begannen die Wärme liebenden Orangenbäume zu domestizieren. Eine einzige Frostnacht kann ihren Tod bedeuten. Dennoch wollte man seit der Renaissance diese in China heimischen Pflanzen auch im Norden Europas kultivieren. Könige und Fürsten scheuten keinen Aufwand und keine Kosten, dies zu verwirklichen. An der Präsentation der Orangenbäume in den sommerlichen Gärten und an den immer prächtiger werdenden Winterquartieren, den so genannten 'Orangerien', lässt sich ablesen, wie sehr die Pflanzen im Laufe der Jahrhunderte zu Kunst- und Kultobjekten wurden. Wer denkt nicht, wenn von Orangen und Zitronen die Rede ist, an Goethes Lied an Mignon und die ewige Sehnsucht des Nordens nach dem Süden. Die Früchte der Zitrusbäume, ihre Blüten und Blätter fanden Verwendungen in höfischen Küchen und Apotheken. Luxuriöse Düfte, Liköre und Süßigkeiten ließen sich aus den Zitrusfrüchten ebenso herstellen wie wirkungsvolle Medizin und ein berühmtes Getränk, das sich 'Bischof' nennt ..."

Biografie

Marina Heilmeyer ist Kunsthistorikerin und überwiegend für das Botanische Museum in Berlin-Dahlem tätig.

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