• Martin Geck
  • Wenn der Buckelwal in die Oper geht
  • Buch
  • 33 Variationen über die Wunder klassischer Musik

Detailinformationen

  • Siedler Verlag , 02/2009
  • Einband: Gebunden
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783886808960
  • Bestell-Nr.: 2083184
  • Umfang: 224 Seiten
  • Sonstiges: m. Illustr. u. Notenbeisp.
  • Gewicht: 405 g
  • Maße: 221 x 141 mm
  • Stärke: 24 mm
  • Erscheinungstermin: 18.2.2009

Beschreibung

Weshalb wäre Bruckner ohne die Generalpause verloren? Benutzte Bach das kabbalistische Zahlenalphabet? Warum schrieb Wagner fast dreißig Jahre am »Ring des Nibelungen«? Und: Sind Buckelwale musikalisch? Der bekannte Musikwissenschaftler und erfolgreiche Buchautor Martin Geck gibt Antworten auf diese sowie zahlreiche weitere Fragen und vermittelt so interessante und unterhaltsame Phänomene der klassischen Musik.

Klappentext

Musik über alles - Alles über Musik

Weshalb wäre Bruckner ohne die Generalpause verloren? Benutzte Bach das kabbalistische Zahlenalphabet? Warum schrieb Wagner fast dreißig Jahre am »Ring des Nibelungen«? Und: Sind Buckelwale musikalisch? Der bekannte Musikwissenschaftler und erfolgreiche Buchautor Martin Geck gibt Antworten auf diese sowie zahlreiche weitere Fragen und vermittelt so interessante und unterhaltsame Phänomene der klassischen Musik.

Ohne Musik wäre unser Leben nicht denkbar, doch ist sie mehr als die allgegenwärtige Beschallung aus Kaufhauslautsprechern oder in Aufzügen. Insbesondere die klassische Musik ist sinnliches Erleben, das durch Wissen noch intensiver und tiefer wird. In ihr öffnet sich uns eine Welt, die immer wieder verblüfft und in die erstaunte Frage mündet: Wie kommt das? Wie ist das möglich?

Bildhaft, humorvoll und zugleich mit Tiefgang erzählt Martin Geck, der in Fachkreisen als »letzter Generalist seiner Zunft« (»Spiegel«) bezeichnet wird, von den Wundern der klassischen Musik. In 33 kurzen Variationen lässt er uns über die Schönheit der Musik, unbekannte Geschichten aus dem Leben von großen Komponisten und außergewöhnliche Entdeckungen staunen.

Wir erfahren von den vielfältigen Verbindungen zwischen der Musik und anderen Formen der Kunst, aber auch davon, wie sich das Menschlich-Allzumenschliche in der Musik spiegelt. Dabei führt Geck uns wie beiläufig durch die zentralen Werke der klassischen Musik und bringt uns auf diese Weise eine leicht verständliche und zugleich tiefsinnige Musikästhetik näher.

. Ein Buch, das klassische Musik ernst nimmt und zugleich unterhaltsam erklärt
. Mit eigens angefertigten Zeichnungen

Auszüge aus dem Buch

BUCKELWALE SINGEN! Kenner sprechen von regelrechten "Strophen", die zwei bis vier Minuten dauern können, ehe die nächste folgt. Ein vollständiger "Song" dauert etwa 20 Minuten und kann mit kleinen Abwandlungen stunden- oder tagelang wiederholt werden. Die Gesänge der Meeressäuger - vermutlich dienen sie der Verständigung und der Partnerwahl - klingen in unseren menschlichen Ohren angenehm melodisch, sind wegen ihrer großen Lautstärke gleichwohl Hunderte Kilometer weit zu hören. Buckelwale wissen nicht, dass sie singen! Sie sind ein Teil der großen Schöpfung, welche ihren Atem auf unendlich vielfältige Weise verströmt. Doch nicht nur das Lebendige singt, sondern auch das vermeintlich Unbelebte. "Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wettgesang", lässt Goethe den "Prolog im Himmel" und damit seinen Faust anheben. "... und ihre vorgeschriebne Reise vollendet sie mit Donnergang", dichtet er weiter: Der Kosmos tönt, die Gestirne donnern, die Meere rauschen, die Wale singen. Ist das nicht genug der Musik? Ludwig van Beethoven hat sich intensiv mit Kosmologie beschäftigt, Kernsätze aus Kants Allgemeiner Naturgeschichte und Theorie des Himmels gezogen und dem Harfenisten Johann Andreas Stumpf während eines Ausflugs ins Wiener Helenental, auf einer Rasenbank sitzend, erklärt: "Hier, von diesen Naturprodukten umgeben, sitze ich oft stundenlang, und meine Sinne schwelgen in dem Anblick der empfangenden und gebärenden Kinder der Natur. Hier verhüllt mir die majestätische Sonne kein von Menschenhänden gemachtes Drecksdach, der blaue Himmel ist hier mein sublimes Dach. Wenn ich am Abend den Himmel staunend betrachte und das Heer der ewig in seinen Grenzen sich schwingenden Lichtkörper, Sonnen oder Erden genannt, dann schwingt sich mein Geist über diese soviel Millionen Meilen entfernten Gestirne hin zur Urquelle, aus welcher alles Erschaffene strömt." Das erinnert an den Anfang von Beethovens Neunter Sinfonie, den Robert Schumann mit den Worten charakterisierte: "Erst Chaos, dann der Ruf der Gottheit: Es werde Licht!

Biografie

Martin Geck, geb.1936, studierte Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie in Münster, Berlin und Kiel. 1962 Dr. phil., 1966 Gründungsredakteur der Richard-Wagner-Gesamtausgabe, 1970 Lektor in einem Schulbuchverlag, nachfolgend Autor zahlreicher Musiklehrwerke, 1974 Privatdozent, 1976 ordentlicher Professor für Musikwissenschaft an der Universität Dortmund. §Viele Arbeiten zur Geschichte der deutschen Musik im 17., 18. und 19. Jahrhundert. Derzeit ist Martin Geck vor allem in der Bachforschung tätig und Initiator der Dortmunder Bach-Symposien.

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