Einband: CD, Schmuckkasten. Beiheft mit Erläuterungen und Abbildungen, 6 schwarzweiß und 4 farbige Abbildungen, 2 farbige Fotos, 4 schwarzweiß Zeichnungen
Sprache:
Deutsch
ISBN-13:9783940229052
Bestell-Nr.: 2110756
Sonstiges: Beil.: Booklet
Gewicht: 95 g
Maße: 144 x 124 mm
Stärke: 12 mm
Spielzeit: 80:00 Min.
Erscheinungstermin: 15.2.2008
Klappentext
"Märchenhaft und Liederlich" heißt das gerade erschienene Hörbuch, das auf bedeutende historische Quellen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts zurückgreift. Es waren die Lyriker und Schriftsteller Achim von Arnim und Clemens Brentano, die ihre Volksliedsammlung "Des Knaben Wunderhorn" zwischen 1805 und 1808 herausgaben und den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm damit den Anstoß für eine ähnliche Sammlung gaben. Ihre zwischen 1812 und 1815 erschienenen "Kinder- und Hausmärchen" wurden in 160 Sprachen übersetzt und sind neben der Luther-Bibel das bekannteste und weltweit meistgelesene Buch der deutschen Kulturgeschichte. Aus diesen literarischen Schätzen schöpft das neu erschienene Hörbuch "Märchenhaft und Liederlich" und führt zurück in die Epoche der Romantik. Der bekannte Musiker, Radio- und Fernsehmoderator Jochen Wiegandt singt und spielt auf historischen Instrumenten, wie Waldzither und Mandoloncello, Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn", die Märchenerzählerin Susanne Ulke trägt Grimmsche Märchen vor und die beliebte Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin Marie-Luise Marjan führt mit Briefen von Goethe, Heine, Brentano und anderen durch die Welt der Romantik. Ein "wahrhaft zauberisches" Hörbuch ist da der "Hörbuch Verlagsgesellschaft Dr. Dahms" gelungen. "Allein die literarischen Quellen dieses Hörbuchs spiegeln die ganze Schönheit der deutschen Sprache wieder, aber erst die meisterhafte Interpretation der Mitwirkenden und ihr Zusammenspiel lässt auch die Inhalte lebendig werden." So der Historiker, Volkskundler und Verleger Dr. Geerd Dahms über seine Neuerscheinung. Hören Sie 80 Minuten Märchenhaftes und Liederliches und lassen Sie sich mitnehmen in die Welt der Romantik, "in Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat." Preis: 14, 90 EUR Ausstattung: Beiheft mit Abbildungen, Erläuterungen und Biographien. Erhältlich: www. hoerbuch-dahms. de sowie im Buchhandel. 1
Biografie (Jochen Wiegandt)
Jochen Wiegandt ist Volksliedforscher und Musiker.
Biografie (Achim von Arnim)
Carl Joachim Friedrich Ludwig Achim von Arnim, Sohn einer preußischen Adelsfamilie, wurde am 26. Januar 1781 in Berlin geboren. Neben Clemens Brentano gilt er als Hauptvertreter der "Heidelberger Romantik". Nach einem Studium der Rechtswissenschaften in Halle an der Saale und der Mathematik in Göttingen brach Achim von Arnim mit seinem Bruder zu einer Bildungsreise durch Europa auf. Gemeinsam mit Brentano, dessen Schwester Bettina er 1811 heiratete, gab der Autor 1806-1808 die Volksliedsammlung "Des Knaben Wunderhorn" heraus. Die zahlreichen Dramen, Prosawerke, journalistischen Arbeiten und Gedichte, die er hinterließ, gelten als bedeutende Werke der deutschen Romantik. Achim von Arnim starb am 21. Januar 1831 auf Schloss Wiepersdorf, im Kreis Jüterbog.
Biografie (Clemens Brentano)
Clemens Brentano, 9. 9. 1778 Ehrenbreitstein bei Koblenz - 28. 7. 1842 Aschaffenburg, Sohn des Frankfurter Kaufmanns Peter Anton Brentano und dessen Frau Maximiliane (geb. La Roche), brach nach seiner Schulzeit am Koblenzer Jesuitengymnasium (1787-90) und dem Mannheimer Philanthropin (1791-93) mehrere Versuche einer bürgerlichen Berufsausbildung ab. Nach dem Tod von Mutter (1793) und Vater (1797) besuchte er, durch ein beträchtliches Erbe finanziell unabhängig, die Universitäten in Jena (1798-1800 Medizin) und Göttingen (1801 Philosophie), ohne einen festen Abschluss anzustreben. Wichtig für seine Entwicklung wurde vielmehr die Beziehung zum Kreis der Frühromantiker in Jena - hier lernte er auch seine spätere Frau Sophie Mereau kennen (Heirat 1803) - und die Freundschaft mit A. v. Arnim (Göttingen). Von 1804-08 kam es in Heidelberg zur intensiven Zusammenarbeit mit Arnim und weiteren romantischen Schriftstellern und Wissenschaftlern (J. Görres, Friedrich Creuzer). Neben heftigen literarischen Auseinandersetzungen mit J. H. Voß und seinen Anhängern trugen ein in turbulenter Form öffentlich ausgetragener Ehekonflikt dazu bei, den Aufenthalt in Heidelberg unmöglich zu machen (nach dem Tod S. Mereaus 1806 hatte B. 1807 Auguste Bußmann geheiratet; Trennung 1809, Scheidung 1812). Landshut (1808-09), Berlin (1809-11), Böhmen (1811-13), Wien (1813-14) und wieder Berlin (1814-18) waren die nächsten Stationen. Im Zusammenhang mit der unglücklichen Liebe zur protestantischen Pfarrerstochter Luise Hensel, die er 1816 kennenlernte, kam es zu einer tiefen Lebenskrise, die in eine Generalbeichte und die Rückkehr zum katholischen Glauben (1817) mündete. B. stellte seine Kunst von nun an in den Dienst der katholischen Erneuerung. Von 1818 bis 1824 hielt er sich im westfälischen Dülmen auf, um die Visionen der stigmatisierten Nonne Anna Katharina Emmerick aufzuzeichnen, Basis für eine (z. T. postum publizierte) erfolgreiche Trilogie eines Leben Jesu. Nach dem Tod der Nonne lebte er u. a. in Koblenz, Frankfurt und Regensburg, bis er 1833 nach München übersiedelte (Kreis um Görres) und in einer weiteren Liebesbeziehung, zur Baseler Malerin Emilie Linder, scheiterte. Er starb im Hauses seines Bruders in Aschaffenburg, wo er sich seit 1841 aufhielt.
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