Giorgio Agamben: Was ist ein Dispositiv?
- Giorgio Agamben
- Was ist ein Dispositiv?
- Buch
- Originaltitel: Che cos'è un dispositivo?
Detailinformationen
- Diaphanes Verlag, 04/2008
- Einband: Kartoniert / Broschiert
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783037340424
- Bestell-Nr.: 3150689
- Umfang: 41 Seiten
- Gewicht: 47 g
- Maße: 160 x 109 mm
- Stärke: 8 mm
- Erscheinungstermin: 5.3.2008
Klappentext
Die Welt, in der wir leben, präsentiert sich als ungeheure Wucherung von Dispositiven. Im Leben des Einzelnen gibt es keinen einzigen Moment mehr, der nicht von irgendeinem Dispositiv modelliert, kontrolliert oder kontaminiert wäre. Am Ursprung eines jeden Dispositivs - vom Mobiltelefon bis zum Fernsehen, vom Computer bis zum Autoverkehr - steht in Wirklichkeit ein Glücksverlangen nach, dessen Erfassung die spezifische Potenz des Dispositivs konstituiert. In seinem kurzen, programmatischen Text entwickelt Agamben eine erhebliche Erweiterung des Dispositivbegriffs, wie er insbesondere von Foucault geprägt ist. Mit Bezug auf die eigenen Studien zur theologischen Genealoge der Ökonomie verweist er auf den Gebrauch des lateinischen dispositio durch die Kirchenväter als Übersetzung von oikonomia: als ein Ensemble von Praxen, Kenntnissen, Maßen und Institutionen, deren Ziel die Verwaltung, Leitung, Kontrolle und Ausrichtung der Gesten und Gedanken des Menschen ist. »Wenn Dispositive dem Menschen nicht als neutrale Konsumgegenstände gegenüber stehen, sondern im Gegenteil selbst die Persönlichkeit dessen schaffen, der sie verwendet - wie vermögen wir dann dieser Situation zu begegnen?«Biografie
Giorgio Agamben wurde 1942 in Rom geboren. Er studierte Jura, nebenbei auch Literatur und Philosophie. Der entscheidende Impuls für die Philosophie kam allerdings erst nach Abschluß des Jura-Studiums über zwei Seminare mit Martin Heidegger im Sommer 1966 und 1968. Neben Heidegger waren seitdem Michel Foucault, Hannah Arendt und Walter Benjamin wichtige Bezugspersonen in Agambens Denken. §Als Herausgeber der italienischen Ausgabe der Schriften Walter Benjamins fand Agamben eine Reihe von dessen verloren geglaubten Manuskripten wieder auf. Seit Ende der achtziger Jahre beschäftigt sich Agamben vor allem mit politischer Philosophie. Er lehrt zur Zeit Ästhetik und Philosophie an den Universitäten Venedig und Marcerata und hatte Gastprofessuren u.a. in Paris, Berkeley, Los Angeles, Irvine.§Anmerkungen:
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