Fritz Trümpi: Politisierte Orchester
- Fritz Trümpi
- Politisierte Orchester
- Buch
Detailinformationen
- Boehlau Verlag, 04/2011
- Einband: Kartoniert / Broschiert
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783205786573
- Bestell-Nr.: 9024414
- Umfang: 357 Seiten
- Gewicht: 700 g
- Maße: 238 x 168 mm
- Stärke: 28 mm
- Erscheinungstermin: 7.4.2011
Inhaltsangabe
Vorwort1. Einleitung
2. Aufbruch versus Tradition . Die Berliner und Wiener Philharmoniker im ausgehenden langen 19. Jahrhundert
2.1 Im Windschatten des Flottenbauprogramms: Die deutsche ,Weltpolitik als Grundlage für die rasche Internationalisierung des Berliner Philharmonischen Orchesters
2.2 Schwanengesang der Tradition. Die Wiener Philharmoniker im
Wien der späten Donaumonarchie
2.3 Tradition par excellence. Der Sonderstatus von Beethovens IX. Symphonie
2.4 Kriegskonzerte im Burgfrieden. Die beiden Orchester im Ersten Weltkrieg
Der Krieg als Schrittmacher für die Wiener Philharmoniker
Kriegsaktive Berliner Philharmoniker
3. Auf neuen Wegen zu mehr Staat: Die beiden Orchester in der Republik
3.1 Intensivierte Konzerttätigkeit bei den Wiener Philharmonikern ohne Avantgarde
3.2 Interventionsfreie Wiener Subventionen .
3.3 Staatsgläubige Berliner Philharmoniker .
3.4 Unterschiedliche Staatsanbindungen der Berliner und Wiener Philharmoniker
4. Kontinuierlich radikalisiert: Die beiden Orchester in Faschismus und Nationalsozialismus
4.1 Die Berliner Philharmoniker werden zum Reichsorchester
4.2 Kameradschaft als Kompensation
4.3 Die Selbstanpassung der Wiener Philharmoniker im Austrofaschismus
Konzerte für den Austrofaschismus
Zukunftsweisende Vergangenheitskonstruktion:
Heinrich Kraliks Philharmoniker-Monografie von 1938 .
4.4 Auch im NS-Staat ein Verein: die Wiener Philharmoniker
4.5 Antisemitismus in den beiden Orchestern
5. Abhängigkeiten und Protektion
5.1 Finanzielle Sanierung des Berliner Philharmonischen Orchesters
5.2 Einsame Sonderklasse mit genereller UK-Stellung
5.3 Nationalsozialistischer Kompetenzstreit um die Wiener Kulturpolitik
5.4 Ökonomischer Einbruch nach dem Anschluss bei den Wiener Philharmonikern
5.5 Feierlich gegen Berlin: Das Jubiläum der Wiener Philharmoniker von 1942
6. Vielfältige Medienpräsenz der beiden Orchester
6.1 Technik versus seelisches Substrat : Der Berliner Oswald Schrenk und der Wiener Aurel Wolfram über die Philharmoniker
6.2 Schriften und Reden zu den Orchesterjubiläen.
Wilhelm Furtwänglers Orchesterreden
60 Jahre Berliner Philharmoniker: die Jubiläumsschrift von 1942 .
Orchestervorstand Wilhelm Jerger über 100 Jahre Wiener Philharmoniker
Abweichungen von der üblichen Wiener-Philharmoniker-Rezeption bei Baldur von Schirach
6.3 Fiktionale Orchesterdarstellungen
Die Wiener Philharmoniker im Roman:
Friedrich Schreyvogls Schicksalssymphonie
Philharmoniker im Weltall: Manuskript zu einem Spielfilm über das Wiener Orchester
Die Berliner Philharmoniker im Kino: der Spielfilm Philharmoniker
7. Repertoire und Politisierung: Nationalsozialistische Programmpolitik bei den Wiener und Berliner Philharmonikern
7.1 Politisierter Konzertkanon
7.2 Einschränkung des Populären bei den Berliner Philharmonikern
7.3 Aufwertung der leichten Musik durch die Wiener Philharmoniker
7.4 ,Hochkultur , die in die Breite wächst?
Die philharmonischen Rundfunkkonzerte
7.5 Funktionalisierung par excellence: die Wehrmachts- und Werkkonzerte
Musik für Soldaten: Die Wehrmachtskonzerte
Sublimierung der Kriegsproduktion: Die Werkkonzerte
7.6 Musikalische Auslandswerbung
Die deutsche Musikmarke auf außenpolitischer Mission
Verhaltene Reisepraxis der Wiener Philharmoniker
8. Resümee: Ein Konkurrenzkampf, wie der zwischen den Berlinern und Wienern wird immer sein
9. Anhang: Repertoire. Grafiken und Kommentare
10. Bibliografie
10.1 Quellen
Unedierte Quellen.
Edierte Quellen
10.2 Literatur
9. Personenindex
Klappentext
Vor der Folie eines Vergleiches zwischen den Wiener und Berliner Philharmonikern im "Dritten Reich" liefert Fritz Trümpi eine detailreiche Studie über nationalsozialistische Musikpolitik. Die Politisierung der beiden Konkurrenzorchester, welche überdies den Städtewettbewerb zwischen Wien und Berlin repräsentierten, diente beiderseits der nationalsozialistischen Herrschaftssicherung, war in ihrer Ausführung aber von signifikanten Unterschieden geprägt. Ausgehend von einem vergleichenden Aufriss der Frühgeschichte der beiden Orchester untersucht der Autor Kontinuitäten und Brüche im Musikbetrieb nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten und dem "Anschluss" Österreichs an NS-Deutschland. Dazu greift Trümpi auf ebenso brisante wie vielfältige Archivmaterialien zurück, die hier zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.Biografie
Fritz Trümpi, Dr. phil., studierte Allgemeine Geschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Zürich, Wien und Berlin. Lebt und arbeitet als Historiker und freier Journalist in Wien.Anmerkungen:
- Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.
EUR 39,00*
sofort lieferbar
portofrei innerhalb Deutschlands

