• Ernst Bloch
  • Leipziger Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie 1/4
  • Buch
  • Antike Philosophie / Christliche Philosophie des Mittelalters. Philosophie der Renaissance / Neuzeitliche Philosophie 1: Von Descartes bis Rousseau / Neuzeitliche Philosophie 2: Deutscher Idealismus. Die Philosophie des 19. Jahrhunderts
  • Sonstiger Urheber: Ruth Römer, Burghart Schmidt

Detailinformationen

  • Suhrkamp Verlag GmbH , 05/2004
  • Einband: Kartoniert / Broschiert
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783518096772
  • Bestell-Nr.: 7627957
  • Umfang: 1604 Seiten
  • Gewicht: 940 g
  • Maße: 177 x 108 mm
  • Stärke: 80 mm
  • Erscheinungstermin: 15.5.2004

Kurzbeschreibung

Philosophen seien, sagte Ernst Bloch in Abwandlung eines Scherzwortes von Thomas Mann, Menschen, denen das Denken schwerer falle als anderen, weil bei ihnen der Stachel des Staunens, des Sich-Verwunderns stärker entwickelt sei. Von 1949 bis zu seiner Zwangsemeritierung 1956 hielt Bloch in Leipzig Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie. "Rot ausgeschlagen" habe der Hörsaal gewirkt, räumte selbst einer von denen ein, die ihn in der DDR verdammten. In vier Bänden vereinigt die vorliegende Ausgabe Blochs Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie von der Antike bis ins 19. Jahrhundert. Die Darstellung der Philosophie der Antike und der Neuzeit in den Bänden 1, 3 und 4 folgt dabei im wesentlichen transkribierten Tonbandmitschnitten der Jahre 1952 bis 1956, Band 2 zu Mittelalter und Renaissance dagegen der von Bloch selbst bearbeiteten Ausgabe letzter Hand. Ernst Blochs Leipziger Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie sind eine der lebendigsten, anschaulichsten und anregendsten Darstellungen der Philosophiegeschichte. Historische Darstellung und kritische Durchdringung gehen hier in ungewöhnlicher Weise Hand in Hand.

Klappentext

stw 567-570

Biografie (Ernst Bloch)

Ernst Bloch, geb. am 8.7.1885 in Ludwigshafen. Der marxistische Philosoph studierte neben Philosophie auch Germanistik, Musik und Physik. Zunächst arbeitete er als Privatlehrer und Publizist. 1915 protestierte er gegen die deutsche Politik im Ersten Weltkrieg. Von 1917 bis 1919 ging er aus pazifistischer Überzeugung ins Exil in die Schweiz. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er Mitglied der KPD. Er arbeitete als Publizist und sprach sich gegen die NSDAP aus. Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, 1933, wurde Bloch ausgebürgert. Er emigrierte in die Schweiz, 1938 in die USA, wo er an seinem dreibändigen Hauptwerk 'Das Prinzip Hoffnung' arbeitete. Der Philosoph formulierte hier seine Hoffnung auf eine Welt, in der die Entfremdung des Menschen von Gesellschaft und Natur überwunden sein wird. 1948 nahm Ernst Bloch die Professur für Philosophie an der Universität Leipzig an, lehnte ein Jahr später den Ruf der Universität Frankfurt am Main ab. Von 1953 bis 1956 war er Herausgeber der 'Deutschen Zeitschrift für Philosophie'. Bloch äußerte sich hier kritisch über die SED. 1957 wurde er wegen seiner offenen Kritik an der doktrinären Erstarrung des Marxismus in der DDR und der Niederschlagung des Ungarnaufstands zwangsemeritiert. Während einer Vortragsreise in der BRD wurde Bloch 1961 mit seiner Frau vom Mauerbau überrascht. Das Ehepaar entschied sich, nicht in die DDR zurückzukehren. Er nahm die Professur für Philosophie an der Universität Tübingen an. Ab 1966 protestierte Bloch öffentlich gegen die amerikanische Intervention in Vietnam und wurde zu einer Leitfigur der Studentenbewegung. 1967 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Am 4. August 1977 starb Ernst Bloch in Tübingen.

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