Annette C. Anton: Mädchen für alles
- Annette C. Anton
- Mädchen für alles
- Buch
- Wie Sie die typisch weiblichen Jobfallen vermeiden
- Originaltitel: Raus aus der Mädchenfalle
Detailinformationen
- Campus Verlag GmbH, 03/2009
- Einband: Kartoniert / Broschiert
- Sprache: Deutsch
- ISBN-13: 9783593388496
- Bestell-Nr.: 2089522
- Umfang: 207 Seiten
- Gewicht: 312 g
- Maße: 215 x 140 mm
- Stärke: 19 mm
- Erscheinungstermin: 15.3.2009
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt:Einleitung
Alles erreicht und nirgendwo angekommen
Die Vorbilder fehlen
Frauen auf dem Sprung?
1. So schnappt die Mädchenfalle zu
Bescheidenheit ist keine Zier
Mädchenfächer
Dienstwagen? Wie peinlich!
Frauen geben sich mit weniger Geld zufrieden
Caritas statt Karriere
Fleiß ohne Preis
"Das mache ich dann lieber selbst"
Das Selbstausbeutungs-Gen
Nett bis zur Nervenkrise
"Wenn du lächelst, bist du schöner"
Zickenkrieg hinter den Kulissen
Herrenrunde mit Couleurdamen
Beispiel PR-Branche: The Velvet Ghetto
2. Karriere mit Fehlstart
Karriere in einer polierten Trugwelt
Fleißig, ängstlich, ziellos
Knickfaktoren
Schwaches Selbstvertrauen
Flucht in die "Laberfächer"
Frauen holen nur langsam auf
Ich bin noch nicht so weit
Jungs kapieren die Spielregeln, Mädchen nicht
Sie werden zu Profis, wir bleiben Amateure
Arbeiten spielen
Mädchenwelt des "Als-ob"
Es geht auch anders
3. Knick statt Kick
"Ihnen fehlt doch der Biss"
Summa cum laude und arbeitslos
Übereifer tut auch nicht gut
Flucht nach Hause
Zurück an die Uni
Keine Unterstützung an der "home front"
Atmosphäre statt Karriere
"Werd erwachsen!"
Mein Leben als Zierfisch
Wir wollen nicht "nach oben"
"Männerdominierte Kultur"
Bloß keine Macht
Die Rollenvorbilder fehlen
Karikaturen von Weiblichkeit
Himmelschreiende Blödheit
Von der Mädchenfalle in die Mutterfalle
"Ich bleibe dann mal zu Hause"
Heinz am Herd
Unter Berufsmüttern
Mütter kontra Nicht-Mütter
Kind und Karriere - beides ist möglich
4. Kuscheln in der Amateurliga
Der Chef als neuer Papa
Klare Grenzen ziehen
Verlust der Bodenhaftung
Angst vor Verantwortung
Spielregeln im Job
Buddy der Kerle
Frauen haben Höhenangst
Tussi statt Profi?
Regelmäßiger Coolness-Check
Viel zu viel Gefühl
Heulsusen gehören nicht ins Büro
Aufstieg mit Stil
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
Grinsekatzen machen keine Karriere
Kompetenzdarsteller
Gorillas im Meeting
Infozirkel im Herrenklo
Mitspielen!
Ich Chef, du nix
Der Ärger mit den alten Säcken
Male bonding
5. Auf der Ausrollstrecke
Ausgebremst und abgehängt
Nichts als Knochenarbeit
Angst vor der eigenen Courage
Up or out
Zurück auf die Rennstrecke!
Effektive Netzwerke knüpfen
Gekommen, um zu bleiben
Raus aus der Mädchenfalle!
Klappentext
Warum verdienen Frauen immer noch weniger als Männer? Und warum gibt es kaum weibliche Vorstände in großen Unternehmen? Weil Frauen sich im Job immer noch viel zu oft wie Mädchen benehmen - und Mädchen machen eben keine Karriere, sondern kochen allenfalls Kaffee. Die erfahrene Führungskraft Annette C. Anton zeigt anhand zahlreicher Beispiele amüsant und treffend, was selbst hoch motivierte Frauen mit besten Absichten im Job alles falsch machen. Sie erklärt, wie man diese »Mädchenfallen« vermeidet und sich stattdessen in männlich dominierten Machtspielen bewährt. Ihre zahlreichen Tipps helfen, die eigene Leistung ins richtige Licht zu rücken und sich beruflich nie mehr ausbremsen zu lassen. Das ultimative Buch für alle berufstätigen Frauen!Auszüge aus dem Buch
"Einleitung'Wir brauchen einen neuen Feminismus', titelte Die Zeit im August 2006. Von der 13-jährigen Florine Vollbrecht bis zur 89-jährigen Margarete Mitscherlich zogen 15 gestandene Frauen in diesem Artikel eine sehr persönliche und meist stark ernüchternde Bilanz. Und sehr richtig wird zum gesellschaftlichen Status quo der Frauen hierzulande das eher entmutigende Fazit gezogen: 'Die Frauen haben sich angestrengt - die Hälfte von allem haben sie trotzdem nicht. Das liegt an einem Zusammenspiel aus familienfeindlichen Arbeitsbedingungen, Mütterklischees und Männerbünden.'
Und möglicherweise haben sich auch deshalb vor kurzem etliche junge Frauen von den "Alphamädchen" bis zu den "Neuen deutschen Mädchen" ebenfalls nichts Geringeres als die Ausrufung eines neuen Feminismus auf die Fahnen geschrieben - wohl auch als dringend nötige Reaktion auf das dümmliche Frauenbild vom schutzbedürftigen Heimchen am Herd, das uns zuvor eine Eva Herman nahezubringen versuchte.
Neu ist zwar das Selbstbewusstsein, mit dem hier eine Haltung proklamiert wird; und anders als die Postfeministinnen, die ernsthaft der Überzeugung sind, dass Frauen längst alles erreicht haben, nehmen sich diese Autorinnen wieder etwas vor. Aber wie das nun gehen soll mit dem beruflichen Erfolg - oder womöglich sogar der Karriere -, und wie Frauen in Zukunft jenseits der Mutterschaft eine größere gesellschaftliche Rolle spielen sollen, darauf bleiben die Neufeministinnen uns eine Antwort schuldig. Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssen zwar alle ran, vom Lebenspartner bis zum Staat, von dem man bessere Modelle und mehr finanzielle Unterstützung möchte, nur für die Frauen selbst wird ein Umdenken nicht eingefordert. Dabei müssen wir doch bei uns zuerst ansetzen, wenn sich etwas ändern soll.
'Für uns ( ) und andere Frauen in unserem Alter, ist die Gleichheit der Geschlechter nicht mehr ein fernes, in der Zukunft zu erreichendes Ziel', liest man beispielsweise in Jana Hensels und Elisabeth Raethers Buch Neue deutsche Mädchen und später: 'Es ist nun an den jungen Frauen, an den Mädchen unserer Generation, die Bedingungen einer Teilhabe am Berufsleben ebenso neu zu formulieren wie den Verzicht auf Karriere.'
Im Folgenden wartet man vergeblich auf die 'neu formulierten Bedingungen einer Teilhabe', sondern liest statt dessen um so mehr über den angeblich so freiwilligen Karriereverzicht der jungen Frauen - ach nein, der Mädchen - von heute: 'Sie resignieren vor der Wirklichkeit, vor der Arbeitswelt, wie sie sich ihnen im Moment darstellt. Vielleicht weil sie eher bemerken, dass eine erfolgreiche Karriere nicht unbedingt voraussetzt, die Klügste, Beste und Fleißigste zu sein; dass es selten um fairen Wettkampf geht, sondern dass es oft darauf ankommt, sich in Machtspielen zu behaupten. Und dass sie darauf keine Lust haben.'
So erklärte mir unlängst eine sympathische 29-jährige Studentin der Literaturwissenschaft und stolze Absolventin von bereits fünf studienbegleitenden Praktika bei einer Diskussion zum Thema 'Weibliche Karrieren' ganz selbstbewusst, dass Karriere zu machen doch 'irgendwie doof' sei und schon deshalb für ihre Generation nicht infrage käme.
Daher weht also der Wind. Aber wann ging es denn bei 'der Arbeitswelt' und 'der Karriere' je um etwas anderes als um Selbstbehauptung und Selbstermächtigung? Natürlich kommt nicht die 'Klügste, Beste und Fleißigste' weiter und kriegt am Ende des Tages ein Bienchen ins Fleißkärtchen gemalt, denn wir sind halt nicht mehr in der Grundschule, sondern erwachsen. Und ein erwachsener Mensch richtet sein Leben auch nicht nach dem aus, wozu er gerade 'Lust' hat oder was er 'irgendwie doof' findet, sondern nach einer ganzen Menge anderer Parameter, unter die dann auch 'Notwendigkeiten' gehören. Wer arbeitet und sich jeden Tag in der Arbeitswelt behaupten muss, sei es, um Karriere zu machen oder auch nur um zu bestehen ..."
Biografie
Annette C. Anton, geboren 1962 in Pforzheim, hat in Stuttgart und San Diego Anglistik und Germanistik studiert. Nach ihrer Promotion arbeitete sie zunächst als Dozentin an der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd und als Redakteurin bei Reader's Digest und war dann Lektorin beim Aufbau-Verlag. Annette C. Anton lebt in Berlin und ist als Literaturagentin tätig.Anmerkungen:
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