Einer von Todesfällen in ihrer Familie zerrütteten Clara
Schumann zum Trost schickte Brahms im Juni 1879 seine
Sonate für Violine und Klavier in G-Dur op. 78.
Dieses ganz
persönliche Gedenken verbindet alle drei Brahms’schen
Violinsonaten miteinander:
Die zweite in A-Dur ist
vermutlich für die junge Sängerin Hermine Spies
komponiert, die dritte in d-Moll Hans von Bülow
zugeeignet. Erst nach der Vernichtung von drei Werken
wagte sich Johannes Brahms 1879 mit der Violinsonate in
G-Dur an die Öffentlichkeit.
Heraus kam ein melodiös-elegischer
"Liederzyklus" mit der Violine als Gesangsstimme
über einem stark verdichteten Klaviersatz.
Die viersätzigen
Folgesonaten in A-Dur und d-Moll sind in ihren knappen
und klaren Formen ursprünglich als Werkpaar konzipiert
worden. Klavier und Violine werden gleichwertig behandelt
und schwingen sich zu herrlichen Variationen und
Kantilenen auf.
Der 1954 in Riga geborene Geiger Ilya
Grubert und die in der Ukraine geborene und jetzt in der
Schweiz lebende Pianistin Alena Cherny haben die drei
Werke jetzt für CD aufgenommen.
Press comments
Preis der deutschen Schallplattenkritik: "Brahms in
Reinkultur: sehnsuchtsvoll und vergeblich, weltweh und
kunstfroh, emotional immer auf den Punkt gebracht von den
beiden russischen Virtuosen." (Thomas Rübenacker)
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